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Deutliches Zeichen des Europarates für die gemeinsame Elternschaft

Obwohl von der schweizerischen Obrigkeit bekämpft, findet die Idee der gemeinsamen Elternschaft nach Trennung und Scheidung in Europa immer mehr Anhänger. Vor kurzem hat der Europarat mit einer eindeutig formulierten Resolution das Recht beider Eltern auf eine Beziehung zu ihren Kindern bestärkt.

Der Europarat als Versammlung von Repräsentanten europäischer Parlamente empfiehlt in einer Resolution seinen Mitgliedsstaaten, in ihren Gesetzen stärker zu berücksichtigen, dass Kinder nach einer Trennung ihrer Eltern umfangreichen Kontakt zu Eltern haben. Besonders hervorgehoben wurde die Bedeutung der Paritätischen Doppelresidenz (Wechselmodell). Die Resolution wurde ohne Gegenstimmen angenommen – ein eindeutiges Votum.


Der Europarat fordert die Behörden der Mitgliedsstaaten explizit auf, "das Recht der Väter zu respektieren, um die gemeinsame Verantwortung sicherzustellen, dass das Familienrecht im Falle einer Trennung oder Scheidung die Möglichkeit der gemeinsamen Obsorge im besten Interesse für die Kinder, auf der Grundlage gemeinsamer Vereinbarung zwischen den Eltern, sicherstellt".


Damit eine solche gemeinsame Vereinbarung getroffen werden kann, empfiehlt der Europarat ausdrücklich die Methode des Cochemer Modells, das mit dem gemeinsamen Einsatz aller Professionen konsensbasierte und damit nachhaltige Lösungen erarbeitet.


Auch verlangt die Resolution, dass alle Fachkräfte, die während familienbezogener Verfahren in Kontakt mit Kindern kommen, eine angepasste interdisziplinäre Ausbildung besitzen - ein Bereich, in dem in der Schweiz vieles im Argen liegt. Das Ziel des Europarates ist eine kindergerechte Justiz - einer (in der Schweiz leider weit entfernten) Zielsetzung, der wir uns gerne anschliessen.


Europarats-Resolution im Wortlaut