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Allein Erziehende sind Armutsrisiko für Kinder

Das Bundesamt für Statistik (BfS) hat heute neue Zahlen zum Bezug von Sozialhilfe in der Schweiz herausgegeben. Die Zahl der Sozialhilfebezüger ist 2005 trotz guter Wirtschaftslage um 8 % auf ca. 237'000 Personen angestiegen. Bedrückend ist, dass sich unter den Betroffenen immer mehr Kinder von allein erziehenden Eltern befinden.

Dazu schreibt das BFS mit einem freud'schen Sprachlapsus: 'Mehr als jedes fünfte Kind mit nur einem Elternteil (sic!) ist auf Sozialhilfe angewiesen.' (Was wohl mit dem anderen Elternteil passiert ist...?)

Die Mehrheit der unterstützten Kinder lebt in allein erziehenden Haushalten. Gleichzeitig erhalten 17 % aller allein erziehender Haushalte staatliche Sozialhilfe. Für das BFS sind die Kinderkosten sowie der Aufwand für Trennung und Scheidung für die erhöhte Abhängigkeit von der Sozialhilfe verantwortlich.

Diese Zahlen bestätigen eindrücklich, dass das aktuelle System der Ausgrenzung getrennter und geschiedener Väter von der Betreuung ihrer Kinder auch unter ökonomischen Gesichtspunkten gescheitert ist. Nicht nur für die psychische Gesundheit der betroffenen Kinder wäre der Einbezug des Vaters in deren Alltag geboten, sondern auch unter wirtschaftlichen Aspekten. Mit seiner Analyse bestätigt das BFS das dringende Bedürfnis nach einer ausgeglichenen Verteilung der Betreuungsaufgaben auf beide Elternteile. Dies würde es beiden Elternteilen erlauben, einer Arbeit nachzugehen, welche auch deren finanziellen Bedürfnisse besser befriedigen kann.

Das BFS zeigt, dass der unbedingte Herrschaftsanspruch vieler getrennter und geschiedener Frauen über ihre Kinder nicht nur psychologische, sondern auch massive ökonomische Folgekosten nach sich zieht. Diese Kosten werden externalisiert, d.h. sie werden nicht von den Betroffenen selbst, sondern von der Gesamtgesellschaft getragen.

mannschafft möchte dies ändern. Wir haben mit unserem Gesetzesentwurf, den wir am 14. Juni gemeinsam mit 15 anderen Väter- und Elternorganisationen aus der ganzen Schweiz vorgestellt haben, einen klaren Weg aus der Armutsfalle gewiesen. Mit einer stärkeren Einbindung der Väter in die Erziehungsarbeit liegt mehr für alle drin.