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"Kinderschützer" müssen umstrittene Broschüre zurückziehen

Der öffentliche Druck wurde zu gross: Die Organisation 'Kinderschutz Schweiz' muss den umstrittenen Elternratgeber «Körper, Liebe, Doktorspiele» zurückziehen. Begründet wird dieser Entscheid mit der Tatsache, dass einige Formulierungen in einem falschen und problematischen Sinn gedeutet werden können und damit nicht mehr garantiert sei, «dass sich daraus abgeleitete Handlungen von wohlwollenden Eltern noch in einem legalen Rahmen bewegen».

Die Einstellung der Broschüre befürwortet auch die Schweizer Bevölkerung. Gemäss einer Meinungsumfrage der Gratiszeitung 20 Minuten fordern rund 75% der Leserinnen und Leser deren Rückzug. Ein klares Votum! Aber auch Leserbeiträge auf Blick Online zeigen ein deutliche Ablehnung des Ratgebers. Ein Grossteil der Leser sieht in den Ratschlägen eine klare Aufforderung zu pädophilen Handlungen. «Eine Gratisanleitung zum Missbrauch des eigenen Kindes mit staatlich anerkannter Entschuldigungsgarantie? Diese Perversion kann unmöglich gesteigert werden», so ein Beitrag. Ein anderer: «Unglaublich, so muss man sich nicht wundern, wenn die Hemmschwelle noch weiter sinkt und schlussendlich Teenes schon Eltern sind!».

Eine fortsetzende Publikation hätte den Schutz von Kindern zur Farce erklärt. Unsittliche Berührungen gegenüber Kleinkindern hätten leicht vor Gericht mit dieser Broschüre entschuldigt werden können. «Man hätte lediglich die Ratschläge nach bestem Wissen und Gewissen umgesetzt», hiesse es dann seitens der Täter. «Im Zweifel könne man die dreijährige Anna fragen» ...