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Staatliche Kindesentführung im Weisslingen

Die Vormundschaftsbehörden im Kanton Zürich sind berüchtigt für ihre Willkür und ihre Gesetzlosigkeit. Ein besonders eklatanter Fall von Rechtsmissbrauch hat es nun sogar bis in die Spalten des 'Tages-Anzeigers' geschafft: Die Zeitung berichtet, dass in Weisslingen bei Winterthur eines Tages Polizisten und eine Vertreterin der Vormundschaftsbehörde vor der Tür stehen. Unter der Androhung von Gewalt gelingt es ihnen, den siebenjährigen Sohn zu verschleppen.

Der Junge wird ohne viel Federlesens abgeführt. «Ich konnte Chris keine Zahnbürste und keine Kleider mitgeben. Erst am Abend durfte ich ihn für kurze Zeit besuchen und ihm Kleider bringen. Die Polizisten fragten nicht einmal nach, ob der Bub eine Allergie habe und allenfalls Medikamente benötige», erzählt die Mutter.

Der Grund für die Kindeswegnahme (im einschlägigen Jargon beschönigend 'Fremdplatzierung' genannt) bleibt jedoch schleierhaft. Die Mutter vermutet, ein Rekurs gegen einen Entscheid der Schulpflege habe ausgereicht, um ihr zu zeigen, wer der Herr im Dorfe sei. Der Junge sei kein einfaches Kind, aber eine so drastische Massnahme sei völlig deplaziert.

So sieht dies auch das zuständige Bezirksgericht, das dem Spuk innert zwei Tagen ein Ende setzt und den Jungen wieder nach Hause lässt.

Die Betroffenen haben grosses Glück gehabt, auf so verständnisvolle Richter zu treffen. In vielen anderen Fällen müssen die Opfer behördlicher Amokläufe jahrelang für ihre elementaren Rechte kämpfen.

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