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Wenn du diese DVD siehst, weisst du, dass ich dich liebe

Ein australisches Gericht erlaubt es einem sterbenskranken Vater, für seine entfremdete Tochter eine 'Zeitkapsel' mit einem Brief und einer DVD zu hinterlassen.

Der Vater, der an Leberkrebs im Endstadium leidet und noch zwischen sechs und zwölf Monaten zu leben hat, hat seine heute elfjährige Tochter seit fünf Jahren nicht mehr gesehen. Er möchte mit seiner Aktion seine Tochter von der Verantwortung für seinen Tod entlasten. Dies obwohl das Mädchen wiederholt den Wunsch ausgedrückt habe, ‚dass der Vater endlich tot sein solle'.

Als sich die Eltern im Jahr 2000 trennten, war das Mädchen drei Jahre alt. Der Scheidungsrichter musste anerkennen, dass die Mutter 'von Hass auf den Vater durchtränkt war' und dem Kind keine Beziehung zum Vater zugestehen will. Der Anwalt des Kindes bestätigt, dass das Mädchen schon von klein auf Hassgefühle gegenüber dem Vater ausgedrückt hat. Dies obwohl keinerlei Gewalt- oder Missbrauchsvorwürfe aktenkundig geworden sind.

Das Gericht ordnete im Jahr 2002 an, dass die Eltern eine Beratung zu besuchen hätten. Auch könne der Vater regelmässigen telefonischen Kontakt mit dem Kind haben sowie Briefe und Geschenke senden. Doch der letzte Kontakt fand im Dezember 2003 statt.

Seither steckt dieser Fall in den Mühlen der Justiz. 2006 hatte der Vater beantragt, sein Kind jedes zweite Wochenende sowie während der Hälfte der Schulferien sehen zu können - ohne jeglichen Erfolg. Erst die tödliche Diagnose hat Bewegung in diesen Fall gebracht - auch wenn die Mutter dies für einen Bluff hielt und der Arzt des Vaters die Diagnose vor Gericht bestätigen musste.

Das Gericht hat nun festgelegt, dass der Vater beim Anwalt des Kindes eine DVD sowie einen Brief für das Mädchen hinterlegen kann. Dies nachdem sich dieser überzeugt hat, dass diese keine die Mutter verletzenden Aussagen enthalten. Auch hat das Gericht ein letztes Treffen angeordnet. Der Anwalt ist jedoch skeptisch, dass dieses stattfinden kann.