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Vater im Hungerstreik ins Spital eingeliefert

Wie die Association Jurassienne pour la Coparentalité (AJCP) auf ihrer Website schreibt, wurde vor zwei Tagen ein Vater in besorgniserregendem Zustand ins Spital eingeliefert. Seit seiner Verhaftung am 12. Juni befindet er sich im Hungerstreik, um gegen den willkürlichen Entzug seines dreijährigen Sohnes zu protestieren.

Der Vater aus Colombier/NE begann seinen Hungerstreik an jenem Tag, an dem er von der Polizei beim Betreten eines Gerichtsgebäudes verhaftet wurde. Seine Frau hatte seine Äusserungen als Drohung aufgefasst, worauf der betroffene Vater von einer Mannschaft von Polizisten verhaftet und an Händen und Füssen ins Gefängnis gebracht wurde. Vor dieser Auseinandersetzung hatte die Mutter dem dreijährigen Sohn des Paares ohne jegliche Begründung den Kontakt zu seinem Vater verweigert. Die sofort eingeschalteten Behörden sind in dieser Frage jedoch untätig geblieben.

Die AJCP und der Neuenburger Mouvement pour la Condition Paternelle (MCPN) werfen den Behörden nun eine Ungleichbehandlung der Eltern vor. Sie zeigen sich vom massiven Polizeieinsatz gegen den Vater überrascht und fragen sich, ob dieser zielführend und angemessen war. Sie verlangen, dass die Behörden die Verzweiflung des Vaters in anerkennen und rasch Massnahmen treffen, um wieder Ruhe in diese seit längerem zerrüttete Familie zu bringen. Von den Eltern verlangen sie, dass sie sich zugunsten des Interesses des Kindes bemühen, sich in ihrer Rolle als Eltern von kompetenten Stellen unterstützen zu lassen.