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Gelebte Gleichstellung in England: Frauenhaus muss schliessen

Die Gleichstellung beginnt, ihre Kinderinnen zu fressen: So nimmt etwa der Rat der südenglischen Grafschaft Dorset die Gleichstellungsfrage nicht auf die leichte Schulter. Weil es im regionalen Frauenhaus aus Platzgründen nicht möglich war, auch geschlagene Männer aufzunehmen, hat er die Einrichtung kurzerhand geschlossen.

Das (bisher als solches genutzte) Frauenhaus in Weymouth kann sechs Elternteile mit ihren Kindern aufnehmen und verursacht dem Staat direkte Kosten von CHF 150'000 im Jahr (Also CHF 25'000 pro Frau, neben der ordentlichen Sozialhilfe und den weiteren Ausgaben). Sie ist jedoch zu klein, um neben geschlagenen Frauen auch geschlagene Männer aufzunehmen, von denen es auch im idyllischen Dorset nicht wenige gibt.

Die Sozialbehörden in Dorset sind jedoch auf der Höhe der Zeit, sowohl in Fragen der Gleichstellung wie auch der Häuslichen Gewalt gegen Männer. Wie ein Sprecher sagt: "Es gibt auch ein Bedürfnis, staatliche Hilfe männlichen Opfern sowie männlichen Jugendlichen zukommen zu lassen. Wir wollen sicher stellen, dass sowohl Männern als auch Frauen geholfen wird. Im aktuellen kleinen Gebäude können wir dies jedoch nicht."

Weil nun die Grafschaft nicht sowohl betroffene Männer als auch Frauen aufnehmen kann oder will und nicht mehr Geld für die Schaffung einer neuen Einrichtung vorhanden ist, wollen die Behörden neue Wege gehen. Dorset plant nun eine ambulante Unterstützung, die zu den Betroffenen nach Hause kommt. "Wir haben ein Bedürfnis ausgemacht, mehr Leuten in ihren eigenen vier Wänden zu helfen." So liessen sich mehr Leute erreichen, so der Sprecher der Grafschaft.

Das neue Konzept trifft bei den betroffenen Frauen und die sie unterstützenden Feministen auf erbitterten Widerstand. Sie beklagen, dass es bereits einen Mangel an Frauenhausplätzen gäbe.