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England: 13-jährige Tochter klagt Väterverfolgungs-Behörde ein

Auch in England werden Väter von ruchlosen Behörden drangsaliert. Und auch in England sind die Kinder die ersten Opfer im Krieg gegen ihre Väter. Doch nun wehrt sich zum ersten Mal ein solches Kind auch rechtlich gegen die Väterverfolgungs-Behörde: Die 13-jährige Emma Chapelhow hat einen Anwalt beauftragt, gegen die Regierungsagentur CSA Klage einzureichen. Diese hatte gedroht, ihren Vater wegen Alimentenrückständen von umgerechnet CHF 71'000 ins Gefängnis zu werfen und sein Haus zu pfänden.

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"Mein Vater hat zehn Jahre für mich gekämpft. Er ist ein Held", so schreibt die 13-jährige der CSA. Emma lebt seit 2007 bei Ihrem Vater auf einem Hof bei Brighton an der Südküste Englands und fühlt sich wohl dort. Sie wurde auf Anordnung eines Gerichts von ihrer Mutter weggeholt, die sie seither nicht mehr sehen darf.

In ihrem Brief an den CSA-Chef Mark Grimshaw schreibt Emma, der Richter habe ihr erklärt, dass sie alt genug sei, um einen Anwalt mit der Klage gegen die CSA zu beauftragen. Sie wirft der Behörde vor die ihr gesetzlich vorgeschriebene Beachtung der 'Wohlfahrt eines jeden durch ihre Handlungen betroffenen Kindes' verletzt zu haben. Emma ist überzeugt davon, dass die CSA nicht nur ihrem Vater Haus und Hof abnehmen werden, sondern dass auch ihr Pony 'Pringle' - das Ein und Alles der 13-jährigen, zu Geld gemacht würde.

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Damit würde nicht nur ihr Vater in den Ruin getrieben, sondern auch sie würde durch den Staat gezwungen, in Armut zu leben. Deshalb schreibt Emma weiter: "Ich unternehme rechtliche Schritte, weil die CSA es in der Vergangenheit nicht geschafft hat, mich zu schützen und dies auch bis heute nicht tut. Wie könnte es nicht meine Wohlfahrt beeinträchtigen, wenn man mir mein Haus und meine finanzielle Stabilität wegnimmt?"

Der Vater hat sich der Klage seiner Tochter angeschlossen. Er sagt: "Sie missachten ihre Bedürfnisse als Kind und geben sowohl der CSA wie auch der Mutter, die sie nicht mehr sehen will, grösseren Stellenwert. Als Emma der CSA in Bezug auf ein mögliches Verfahren geschrieben hatte, haben sie ihren Brief ignoriert. Sie schreiben nur mir. Eine Durchsetzung hätte lediglich zur Folge, dass Emma in Kinderarmut gerät."

Die 1993 gegründete CSA hat einen sehr schlechten Ruf. Gemäss dem Ministerium für Arbeit und Renten stellt sich im Laufe der Zeit ein Viertel aller Entscheidungen als 'falsch' heraus. Und während die CSA von Emmas Vater £ 43'000 fordert, hat die neu verheiratete Mutter in den zwei Jahren, in der das Mädchen bei ihrem Vater lebt, noch keinen Penny an Unterhalt gezahlt.

Ein Sprecher der CSA wollte diesen Fall nicht kommentieren. Er fügte hinzu, dass es nicht der Praxis der Behörde entspräche, Pfändungen durchzuführen, welche die Lebensbedingungen eines Kindes beeinträchtigen würden.

 

Aus: Daily Mail , 30.12.09