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Auch die Slowakei ermöglicht die paritätische Betreuung

Auch in der Slovakei können nun Elternteile nach einer Scheidung die paritätische Betreuung beantragen - selbst wenn der andere Elternteil nicht einverstanden ist. Mit dieser Gesetzesänderung spricht sich ein weiteres Land in Europa für die gemeinsame Elternschaft nach einer Trennung und Scheidung aus.

Das slovakische Parlament hat eine Novelle des Gesetzes über Familie verabschiedet. Diese wurde von den unabhängigen Abgeordneten Martin Kuruc und Juraj Liška vorgelegt. Die Rechtsnorm ermöglicht es den Gerichten, eine paritätische Betreuung der Kinder nach einer Scheidung zu verfügen. Das bedeutet, dass ein Kind nach der Scheidung der Eltern abwechselnd bei Vater und Mutter untergebracht wird. Pflichten und Rechte der Eltern werden ebenso gerichtlich für die jeweilige Zeitspanne geregelt.

Den vorlegenden Abgeordneten zufolge soll das Gesetz dem Kind einen ausreichenden Kontakt mit beiden Elternteilen ermöglichen und psychische Probleme nach der Scheidung reduzieren. Gemäss den Erfahrungen, die in den USA, Deutschland, Norwegen, Italien und der Tschechischen Republik gemacht wurden, gilt diese Form des Sorgerechtes als am effektivsten für die kindliche Versorgung nach einer Scheidung.