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Sommaruga plant Runden Tisch zu Unterhaltsfragen

Während sich die politische Maschinerie bei der Beseitigung der offensichtlichen und menschenrechtswidrigen Diskriminierung von ledigen und geschiedenen Vätern vielsogar sehr viel Zeit lässtkönnen die der Bundesrätin näher stehenden Klientele auf eine bevorzugte Behandlung zählenGerade hat der Nationalrat die Adoption von Kindern durch Homosexuelle erlaubt, und nun möchte Simonetta Sommaruga auch mit der Neuregelung der Unterhaltszahlungen vorwärts machenDazu beruft sie - für Bundesbern äusserst kurzfristig - für den 30. April einen Runden Tisch ein, an dem die betroffenen Organisationen ihre Inputs geben sollen.

Auch mannschafft als bedeutende Interessenvertretung lediger und geschiedener Väter wurde zur Mitwirkung am Runden Tisch vom 30. April eingeladenWir nehmen diese Einladung gerne an und werden in diesem Rahmen unsere Position erneut vertreten.

Auch wir begrüssen eine Neuregelung der Unterhaltszahlungen. Die heutige Praxis ist lebensfremdanachronistisch und einseitig auf die Schädigung von Männern ausgerichtetEin Beispiel dafür ist Zürcher Tabelle zur Alimentenberechnung für Kinder. Diese wird vom Amt für Jugend und Berufsbildung des Kantons Zürich erstellt und dient bis in den Kanton Tessin den Gerichten als Grundlage für die Festsetzung von Kinderalimenten. Das Problem: Die angeblichen Kinderkosten, die in dieser Tabelle aufgezählt sindberuhen nicht auf empirischen Faktensondern sind mehr oder weniger frei erfunden. In der Schweiz werden also jedes Jahr Tausende von Väter zu Zahlungen verurteiltfür die es keinerlei auf Erfahrungen beruhende Ausgangszahlen gibtEs ist höchste Zeit, dies zu ändern!

Ein weiteres Beispiel für einen Anachronismus bei den heutigen Unterhaltsregelungen sind die FrauenalimenteDiese hatten ihre Berechtigung zu einer Zeitals die Frauen ihre gesellschaftliche Rolle als Hausfrau sahen, die sich statt um Erwerbsarbeit um den Haushalt zu kümmern hatteIm Falle einer Scheidung hatte eine Frau kaum eine Möglichkeitsich selbständig ihren Lebensunterhalt zu verdienenHeute haben sich die Zeiten geändert, und die feministische Propaganda wird nicht müdeauch für Spitzenjobs Frauenquoten zu fordern (leider nicht für die Feuerwehr oder die Müllabfuhraber das ist ein anderes Thema...). Frauen stehen heute genau so im Beruf wie Männer, und ihnen einen Bonus dafür auszuzahlendass sie einen Trauschein ergattert habenist unter den heutigen Verhältnissen schlicht und einfach eine Obszönität - auch gegenüber jenen alleinerziehenden Frauenwelche die gleichen Erziehungsleistungen wie Geschiedene erbringenjedoch nicht verheiratet waren und nicht in den Genuss einer solchen Rente kommenEine Streichung der Frauenalimente würde wesentlich mehr zur Gleichstellung im Arbeitsmarkt beitragenals es 50 Männerbeauftragte erreichen könnten.

Wir wenden uns grundsätzlich gegen die Fünfer-und-Weggli-Mentalitätwie sie Behörden und Gerichte gegenüber sogenannt alleinerziehenden Frauen anwendenEin weiteres Müsterchen dafür ist die bundesgerichtlich abgesegnete Auffassungwonach eine Frau bis zum 10. Lebensjahr des jüngsten Kindes nicht zu arbeiten braucht und deshalb vom Ex-Mann finanziert werden soll. Dies mag vor 30 Jahrenals es nur wenige familienexterne Betreuungsangebote gab, möglicherweise seine Berechtigung gehabt habenHeutewo aufgrund der staatlichen Gieskannensubventionierung die Krippen aus dem Boden geschossen sindnicht mehr. In Deutschland - vor allem im Westen punkto Krippen keineswegs üppig gesegnet - hat eine Frau nur noch während der ersten beiden Lebensjahren des Kindes Anrecht auf eine VollversorgungDort wurde die Hängematte bereits gekappt...

Wir streben eine Lösung an, wonach die gemeinsame elterliche Verantwortung bei der Erziehung und dem Unterhalt von Kindern so weit wie möglich von beiden Elternteilen gelebt werden kann und sollAbsoluten Vorrang hat für uns die Einigung der ElternDer Staat sollte beide Eltern auf Augenhöhe (d.h. mit gleichen Rechten und Pflichten ausgestattetverhandeln lassen und allenfalls die Ressourcen dafür (z.B. angeordnete Mediation) zur Verfügung stellenEs ist unter Ökonomen eine Binsenweisheitdass ein solches Verfahren die effektivsten und effizientesten Lösungen hervorbringt (Wer sich selbst schlau machen will, google einmal nach dem 'Coase-Theorem'). Möchte ein Elternteil nicht selbst betreuen, muss der dem anderen dafür eine Entschädigung bezahlenDiese wird so hoch ausfallendass der betreuende Elternteil jenen Betrag erhält, den der nicht betreuende gerade noch gewillt ist zu bezahlen, um nicht selbst betreuen zu müssenEine solche Regelung berücksichtigt somit auch die Einkommens- und Vermögensverhältnisse des Zahlenden.