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BREAKING NEWS: Markus Theunert tritt zurück

Markus Theunert ist nach nur drei Wochen heute von seinem Amt als Männerbeauftragter des Kantons Zürich zurück getreten. Im Zusammenhang mit den vom Verein männer.ch kommunizierten Vorstellungen hinsichtlich der Strafbarkeit von Pornografie im Schulunterricht hat die kantonale Fachstelle für Gleichberechtigung von ihm gefordert, von seinem Amt als Präsident von männer.ch zurück zu treten. Vorher wurde ihm schon jegliche Äusserung in der angeblichen Pornoaffäre verboten, die die Boulevardpresse gegen ihn lanciert hat.

Theunert "kann und will diesem Wunsch nicht entsprechen" und wirft die Brocken stattdessen hin. Wir von mannschafft bedauern dies, denn wir fanden, dass er bislang zumindest medial, also in dem Teil, den wir sehen können, eine gute Figur gemacht hat, und er für uns als Männerbeauftragter wichtiger gewesen wäre als als Präsident von männer.ch. Der Verein ist schliesslich gesund und er hätte ja immer noch Einfluss auf seine Geschicke gehabt auch ohne das Präsidentenamt.

Auf der anderen Seite verstehen wir den Schritt als Protest gegen die Gängelung, die mit dieser Auflage verbunden ist. Theunert hat Rückgrat bewiesen in einem Umfeld, in dem ihn ohnehin viele nach ihren Vorstellungen kleinreden und gefügig machen wollten. Denn das wurde bereits nach drei Wochen deutlich: ein Männerbeauftragter störte die Glückseligkeit der Umverteilungsindustrie. Pfründe waren in Gefahr, verloren zu gehen. Entsprechend giftig hat man ihn empfangen und begleitet. Besonders absurd wurde es, wenn Theunert auf sein Aussehen reduziert wurde, nicht einmal auf sein Geschlecht geschweige denn seine Funktion, sondern rein auf Äusserlichkeiten.

Was bleibt ist Schadenfreude bei seinen Gegnern und Bedauern bei seinen Mitstreitern. Wie gesagt gehören wir zu denen, die Theunerts frühes Scheitern bedauern.

Weiterlesen: Artikel in der NZZ