,

Die gemeinsame elterliche Sorge kommt. Leider aber nun doch nicht für alle.

Endlich. Die gemeinsame elterliche Sorge im Regelfall ist da bzw. tritt wahrscheinlich per 1.1.2014 in Kraft. Die Vorlage passierte gestern 21. Juni 2013 die Schlussabstimmungen im Bundeshaus. Damit ist ein sehr wesentlicher Meilenstein erreicht. Zusammen mit all jenen Organisationen und Personen, die sich in den vergangenen Jahren für das gemeinsame Sorgerecht engagiert haben, freuen wir uns sehr über diese Entwicklung.

Leider ist es aber nicht gelungen, den Ständerat doch noch davon zu überzeugen, bei der Rückwirkung des neuen Gesetzes von der 5-Jahresfrist bei geschiedenen Eltern abzusehen. D.h. geschiedene Väter (oder, in manchen Fällen, auch Mütter), die die gemeinsame Sorge für ihre Kinder bei der Scheidung nicht durchsetzen konnten, werden von der neuen Rechtssprechung in grossen Teilen ausgeschlossen, falls die Scheidung länger als 5 Jahre zurückliegt. Wir bedauern diesen Entscheid sehr, da wir wissen, wie klein für Trennungsväter bisher die Chancen standen, vor Gericht das gemeinsame Sorgerecht für ihre Kinder zu erhalten, wenn die Ex-Partnerin es nicht wollte - unabhängig davon, ob es dafür auch noch andere Gründe gab oder nicht.

Wir werden uns weiterhin für die Sache von Vätern und ihren Kindern einsetzen.

Vertreter vieler Organisationen waren gestern auf dem Bundesplatz und feierten die Verabschiedung der Vorlage. Hier sind ein paar Bilder zu sehen.

 

Hier die Resultate der namentlichen Abstimmung im Nationalrat vom 21.6.13

Der Ständerat hat der gemeinsamen elterlichen Sorge am 21.6.13 einstimmig (41 Stimmen, bei vier Enthaltungen) zugestimmt.