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Behörden beantragen Verschiebung der Einführung des gemeinsamen Sorgerechts

Das gemeinsame Sorgerecht als Regelfall kommt. Der entsprechende Gesetzestext ist geschrieben. Was jetzt noch fehlt, ist nur noch, dass das Gesetzt inkraft tritt. Hierzu war ursprünglich der 1. Januar 2014 vorgesehen. Die Konferenz der Kantone für Kindes- und Erwachsenenschutz (KOKES) befürchtet nun einen Ansturm auf die KESB, dem sie nicht gewachsen sein könnte und beantragt deshalb, die Einführung des Gesetzes zu vertagen. «10vor10» hat darüber berichtet.

Kritisch würde eine Verschiebung vor allem für geschiedene Väter ohne Sorgerecht, die 2009 geschieden wurden. Wird die Einführung auf 2015 verschoben, würde ihre Scheidung zum Zeitpunkt der Einführung länger als 5 Jahre zurückliegen. Laut dem neuen Gesetz würde das bedeuten, dass sie das gemeinsame Sorgerecht wohl nicht mehr erhalten würden.

hier geht's zum Beitrag in «10vor10» (SRF, 28. Okt. 2013)