,

Grosser Kongress zur alternierenden Obhut im Wallis

Die Universität Genf organisiert vom 18. bis 20. Mai 2016 einen grossen Kongress zum Thema 'Alternierende Obhut' aus. An der Fachhochschule in Siders trifft sich dann alles, was zu diesem Thema Rang und Namen in der Schweiz hat.

Die alterniernde Obhut - also die gleichwertige Betreuung der Kinder durch Vater und Mutter - kommt allmählich auch in der Schweiz auf die politische Landkarte. Nach beharrlichem, wenn auch nicht immer erfolgreichem Lobbying von Väter- und Elternorganisationen wird dem paritätischen Umgang mit Kindern nach einer Trennung und Scheidung ein grosser Kongress in der Fachhochschule Siders gewidmet.

Vom Mittwoch, 18. bis Freitag, 20. Mai diskutieren zahlreiche Exponenten aus der Fachwelt sowie von Betroffenenorganisationen mit- und untereinander, ob und wie die alternierende Obhut in der Schweiz zum Regelfall werden soll - so wie dies bereits in zahlreichen Ländern Europas (z.B. Belgien und Italien) bereits im Gesetz verankert ist oder im Alltag der Mehrheit der Betroffenen (z.B. Frankreich) gelebt wird.

Den Auftakt bildet ein Referat unter dem Titel "Die Eltern scheiden, nicht aber die Kinder – Kinder zwischen Stuhl und Bank". Gehalten wird es vom bekannten Kinderpsychologen Allan Guggenbühl, der auch schon in einem Projekt von mannschafft mitgewirkt hat. Im anschliessenden Podiumsgespräch trifft Oliver Hunziker, Präsident von GeCoBi, auf die Geschäftsführerin des Alleinerziehenden-Verbandes SVAMV, Manuela Fertile, Vorstandsmitglied des Mediatorenverbandes SDM sowie Kathrin Heitmann-Säuberli, Co-Präsidentin von Donna2, der Vereinigung der "Zweit"frauen.

An den beiden folgenden Tagen unterhalten sich illustre Teilnehmer wie der aktuelle Bundesrichter Felix Schöbi, der bedeutende italienische Kinderarzt Vittorio Vezzetti, die Genfer Anwältin und Mediatorin Anne Reiser sowie die PAS-Expertin Ursula Kodjoe über Chancen und Grenzen der alternierenden Obhut. Das Hauptanliegen der treibenden Kräfte hinter der Organisation dieses Kongresses ist der Wunsch, mit dieser Veranstaltung bei den Teilnehmern ein Umdenken bewirken zu können, wovon in Zukunft in erster Linie unsere Kinder profitieren können.

Weitere Informationen zum Kongress im Wallis finden sich hier.