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"Zwüschehalt" expandiert auch nach Bern

Wenige Monate, nachdem der Betreiberverein des ersten Männer- und Väterhauses der Schweiz die Gründung einer Filiale in Luzern angekündigt hatte, steht nun eine Ausdehnung nach Bern auf dem Programm.

Die Initiatoren vom Verein ‘Zwüschehalt’ suchen gegenwärtig nach einer geeigneten Wohnung in der Stadt Bern. Diese sollte zwischen viereinhalb und sechs Zimmer aufweisen, damit die geplanten vier bis fünf Betreuungsplätze angeboten werden können.

Aus verschiedenen Gründen fiel die Wahl auf die Bundeshauptstadt. Zum einen, weil mit der designierten Leiterin Siglinde Lorz eine Person zur Verfügung steht, die das Anforderungsprofil an die Leitungsstelle in idealer Weise ausfüllt. Sie ist der Berner Öffentlichkeit als Präsidentin der IG Chappelebrügg und Dauercamperin bekannt, die sich gegen die Schliessung des Campings Eymatt am Wohlensee wehrte.

Im Interview mit der Berner Zeitung legt Oliver Hunziker, der Gründer des Väterhauses im Aargau und Präsident des Vereins ‘Zwüschehalt’ dar, welche andere Gründe auch zur Wahl des Standorts Bern geführt haben. So sei der gute Kontakt zu den Institutionen eine wichtige Motivation gewesen, aber auch die geographische Lage mit der Nähe zur Westschweiz. Das Hauptproblem für viele Männer sei die Distanz; viele würden auf das Angebot verzichten, weil ihnen die Entfernung in den Aargau zu weit sei.

Das Väterhaus bekommt im Gegensatz zu den meisten Frauenhäusern keine finanzielle Unterstützung. Es finanziert sich über Spenden; seit 2012 sind die beiden Landeskirchen beteiligt. Was das Berner Väterhaus betreffe, werde man sicher noch bei der Stadt Bern Subventionen beantragen, so Oliver Hunziker.