Politik

Unser Schicksal wird zu einem beträchtlichen Ausmass von gesetzlichen Regelungen bestimmt. Wenn wir das Los von Vätern und Kindern in Trennung und Scheidung verbessern wollen, müssen wir auch auf diesem Feld aktiv werden.

mannschafft hat eine Reihe von politischen Projekten auf nationaler, kantonaler und kommunaler Ebene angestossen. Mit konkreten Initiativen wollen wir so einen Rechtsrahmen schaffen, der ledige und geschiedene Väter und ihre Kinder nicht mehr länger diskriminiert und sie von der Willkür von Richtern und Behörden abhängig macht.

Unsere politischen Hauptanliegen sind die gemeinsame Elternschaft auch nach Trennung und Scheidung sowie die Beendigung des völlig veralteten, auf Kampf ausgerichteten Scheidungsprozederes. mannschafft hat auf diesen Gebieten praktische, innovative und konstruktive Vorschläge ausgearbeitet - zum Teil gemeinsam mit den in unserem Dachverband GeCoBi zusammengefassten befreundeten Organisationen aus der ganzen Schweiz

Revision des Unterhaltsrechts

Das Parlament hat im März 2015 eine Änderung des Kindesunterhaltes beschlossen. Wir haben diesen Prozess von Anfang an kritisch begleitet. Die ursprünglich vom Bundesrat vorgeschlagene und schliesslich vom Parlament durchgewunkene Änderung ist eine einseitige Verschlechterung des ursprünglichen Zustandes. Wir haben eine Änderung stets vehement abgelehnt. Stattdessen haben wir (zusammen mit unseren Partnerorganisationen) auf allen Stufen des Gesetzgebungsverfahrens umfassende eigene Vorschläge unterbreitet, wie sich ein zeitgemässes, faires und einfaches Unterhaltsrecht verwirklichen lässt.

Seit der Gründung unseres Vereins setzen wir uns für die rechtliche Gleichstellung von Vätern bei der Erziehung ihrer Kinder ein. Dafür haben wir zahllose Vorstösse unternommen, Entwürfe präsentiert und Vorschläge gemacht. Eine kleine Auswahl davon findet sich auf den folgenden Seiten.

Bei mannschafft werden wir immer wieder mit Häuslicher Gewalt sowie dem Missbrauch der einschlägigen Rechtsvorschriften durch Frauen im Trennungskonflikt konfrontiert. Unsere Haltung gegenüber dieser Frage ist klar: Alle Menschen - nicht nur Frauen, sondern auch Männer und vor allem Kinder - haben das Recht, frei von Gewalt zu leben. Wir verlangen vom Staat, dass er es nicht weiter zulässt, dass Gesetze zum Schutze vor Häuslicher Gewalt von einer feministischen Clique zum Kampf gegen Männer und Väter missbraucht werden. Der Staat soll die Freiheit von Häuslicher Gewalt durch eine Verbesserung der familiären Beziehungen fördern, nicht durch deren Zerstörung, wie dies heute angestrebt wird. 

Viele wenn nicht gar die meisten Probleme von Eltern und Kindern in Trennung und Scheidung entstehen, weil der Dialog durch Streit bzw. Kampf ersetzt wird. In besonderem Masse trifft dies auf die institutionelle Abwicklung solcher familiärer Übergange zu. Bei Scheidungen haben heute Väter schlechte Karten; wenn es gut geht können sie ihre Kinder in langen Zeitabständen für kurze Zeit sehen. Die Verfahren vor Gericht und bei der Vormundschaftsbehörde sind so angelegt, dass anstatt einer gütlichen Einigung der Kampf um Sieg oder Verlust gefördert wird. In - gar nicht so seltenen - drastischen Fällen werden Anwälte angeheuert, die möglichst viel Dreck auf die Gegenseite werfen, um vor Gericht den Sieg davon zu tragen.  

Die Folgen für die Betroffenen - insbesondere für die betroffenen Kinder - sind verheerend: Nicht genug, dass sie die Trennung ihrer Eltern verarbeiten müssen. Sie werden häufig auch zum Zünglein an der Waage für entscheidungsunwillige oder -unfähige Erwachsene gemacht.

In Deutschland, in der kleinen Stadt Cochem an der Mosel, haben sich einige Akteure entschlossen, aus dieser absurden Logik auszubrechen. Seit über 15 arbeiten Richter, Anwälte, Gutachter, Vertreter des Jugendamtes und Mediatoren interdisziplinär zusammen - mit der Perspektive des Kindes auf eine sinnreiche Beziehung zu beiden Eltern als Dreh- und Angelpunkt ihres Handelns. Sie sind mit diesem pragmatischen Ansatz so erfolgreich, dass sie nicht nur in vielen Städten Deutschlands kopiert wurden, sondern auch die Bundesrepublik wichtige Elemente ihrer Doktrin ins nationale Recht übernommen hat, das seit 1.9.2009 in Kraft ist.

mannschafft möchte auch im Kanton Zürich solche interdisziplinären Familiengerichte einführen. Die Gelegenheit ist günstig: Mit der Verabschiedung der neuen eidgenössischen Zivilprozessordnung und des neuen Vormundschaftsrechts Ende 2008 sind die Kantone verpflichtet, die Organisation ihrer Gerichte und Vormundschaftsbehörden völlig neu zu gestalten. mannschafft nimmt an diesem Prozess aktiv teil und fordert vom Kantonsrat die Einführung interdisziplinärer Familiengerichte im Kanton Zürich.  

Eckpunkte Familiengerichte (Präsentation, .pdf)

Veranstaltungen 

Ist Doppelresidenz gut für Kinder?
Di 29.09.2020 19:00-21:00
  • Text

    Der Treff ist wieder live in Zürich!
    Achtung - vorübergehend neuer Ort:
    MBSZ, Stampfenbachstrasse 6, 3. Stock

    Treffleiter Christian Ess

Der Kinder-Kontakt wird mir verweigert: Was tun?
Di 06.10.2020 19:00-21:00
  • Text

    Treffleiter Günter Stoll

Trennung/Scheidung und RAV
Di 13.10.2020 19:00-21:00
  • Text

    Treffleiter Peter Bleicken

Eheschutz - zum Schutz der Ehe?
Di 20.10.2020 19:00-21:00
  • Text

    Treffleiter Christian Ess

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Weitere Einträge

mannschafft hat zusammen mit dem VeV im Rahmen der Vernehmlassung im Oktober 2007 zur Revision des Namensrechtes Stellung genommen. Der Entwurf des Bundesrates sah vor, dass der Vor- und Nachname eines Kindes dem Wunsch der Mutter entsprechen solle. Wir haben dagegen protestiert - bisher erfolgreich. Der Bundesrat hat das ursprüngliche Projekt zurück gezogen und ein neues aufgelegt - jedoch kein besseres. Nun soll ein Gericht entscheiden, was jedoch keine wesentliche Verbesserung bringt.

Hier finden Sie die Beiträge zur unserer Medienkonfenz, mit der wir in ein beachtliches Echo ausgelöst haben.